Ich bin das Herbstlied

Ich bin das Herbstlied, das erschallt,

pfeifend durchdringt in Wald und Flur.

Und in den Ästen singt der Wind

In Harmonien von Moll und Dur.

 

Die grüne Pracht des Sommerkleids

verwandle ich in Farben. Ich komm herein.

Und manches mal Spiel ich mit trock´nen Garben.

 

Ich halte Wünsche in der Hand,

die unausgesprochen hallen

und stumm im Herzen aufgereiht

gleich Sturmesfluten wallen.

 

Sie alle habe ich vertont

für Menschen, die der Krieg vertrieb,

wenn in der Fremde weit entfernt

die Sehnsucht nach der Heimat blieb.

 

Ich bin das Herbstlied, das erklingt,

singend in wiegenden Zweigen

mit meinen Tönen spielt der Wind

auf seinen luftigen Geigen.